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Bürgerhaus
Mittwoch, 26.06.2019

CDU-Ratsfraktion: Menden braucht kein neues Bürgerhaus!

CDU plädiert für Abriss und Schaffung eines Parks mit Aufenthaltsqualität!

Die CDU-Ratsfraktion Menden hatte sich im Herbst 2017 nach intensiver Beratung vom Projekt Bürgerhaus verabschiedet. Sowohl die ungeklärte Kostenfrage sowie ein fehlendes Betreibermodell in Verbindung mit der Sorge, dass das mehrere Millionen Euro teure Angebot Bürgerhaus von der Bevölkerung nicht ausreichend angenommen würde, ließen uns nach intensiver Prüfung und Beratung keine andere Entscheidung treffen.

Auch in dem nun von der Verwaltung vorgelegten Projekt „Bürgerhaus light“ sehen wir keinen entscheidenden Mehrwert für unsere Stadt. Es handelt sich lediglich um eine abgespeckte Version der ursprünglichen Planung. Wir sind davon überzeugt, dass die angedachten Räumlichkeiten keine ausreichende Akzeptanz in der Bevölkerung finden werden. Auch zusätzliche Räumlichkeiten für die Verwaltung werden nicht benötigt. Nach wie vor muss die Stadt Menden innerhalb ihrer Verwaltung noch perspektivisch Stellen abbauen und die fortschreitende Digitalisierung sowie die damit verbundenen Möglichkeiten zur Heimarbeit mittels eines Telearbeitsplatzes, werden den tatsächlichen Raumbedarf in den nächsten Jahren noch weiter verringern. Ersatzweise gibt es aber auch in der direkten Nachbarschaft eine Reihe von Immobilien, die, wenn benötigt, angemietet werden könnten, beispielsweise auch für den Seniorentreff, wenn sich innerhalb des Rathauskomplexes keine geeigneten Räumlichkeiten finden lassen.

Die Behauptung, Menden würde Millionen an Fördermitteln verschenken, wenn ein Neubau nicht realisiert würde, ist grundlegend falsch: Für dieses Projekt liegt nicht einmal eine Zusage für Fördermittel vor! In Ermangelung einer verbindlichen Förderzusage lässt die Stadt somit keine 80-prozentige Förderung „liegen“! Die errechneten Planungskosten beruhen immer noch auf dem ursprünglichen Konzept, jedoch sind in den letzten Jahren die Kosten am Bau explodiert, sodass diese Rechnung momentan nicht als realistisch angesehen werden kann. Von dem nun erzeugten Zeitdruck werden wir uns nicht irritieren
lassen! Am 30.09. endet lediglich das Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren NRW“ – auch zukünftig wird es Förderprogramme geben, für die sich Menden bewerben kann. Wir möchten das momentan nur eingeschränkt nutzbare Bürgersaal/Bürgerhaus-Gebäude abreißen lassen und einen Autoverkehrsfreien Platz schaffen, der den Mendenern mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt bietet. Das Zeltdach könnte sich in dieses Ensemble einfügen und es würde ein attraktiver, begrünter Ort für Veranstaltungen im Innenstadtbereich entstehen. Bei dem Platz sollten die Grundsätze des Städteplaners Jan Gehls („Städte für Menschen“) verfolgt werden und eine Oase geschaffen werden, welche den Bedürfnissen der Mendener entgegen kommt und in seiner offenen Bauweise an Stelle
der schlecht beleuchteten Angsträume und Nischen des Bestandsgebäudes tritt.

In Kooperation mit Mendens Gastronomie bietet sich die Chance, einen Ort zu schaffen, der tagsüber für Familien und Senioren attraktiv ist und in den Abendstunden Events ermöglicht. Der Abriss von Gebäuden oberhalb von Tiefgaragen ist Alltag für Abrissunternehmen und sollte ohne größere Schwierigkeiten realisierbar sein.

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