Impressum Datenschutz
Termine
20190815_190518
Dienstag, 20.08.2019

Wilhelmshöhe: Reges Interesse an der Zukunft von Mendens guter Stube

Bürgerdialog der CDU Ortsunion Menden im Spiegelsaal

Die Zukunft der Wilhelmshöhe – ein Thema was offensichtlich die Mendener Bürgerinnen und Bürger bewegt. Peter Maywald, Vorsitzender der Ortsunion Menden, begrüßte am gestrigen Abend mehr als 90 interessierte Teilnehmer im Spiegelsaal der Wilhelmshöhe, die der Einladung der Ortsunion gefolgt waren, um ihre Meinung zur alten Damen und Ideen für die zukünftige Nutzung in die politische Diskussion miteinzubringen. Mit dabei waren u.a. Vertreter vieler Mendener Vereine, Kulturtreibende, Nachbarn, Mitglieder der Werbegemeinschaft und Mendener Einzelhändler, Vertreter fast aller Parteien im Rat der Stadt Menden, so dass ein breites Meinungsbild und die verschiedensten Interessen die Diskussion bereichern konnten.

Nach der Begrüßung und Einführung durch Peter Maywald, stellte der Betriebsleiter des Eigenbetriebs Städt. Saalbetriebe Wilhelmshöhe Thomas Höddinghaus einige vertragliche Rahmenbedingungen und Zahlen, Daten und Fakten zur Wilhelmshöhe vor. So war diese, die mit der Übernahme durch die Stadt Menden als Kultur- und Begegnungszentrum konzipiert war, in 2018 104 Tage belegt. Die Nutzung verteilte sich ca. 60% auf kulturelle und Brauchtumsveranstaltungen, wie Theater, Konzerte und Schützenfest, ca. 25% auf Messen, Vorträge und Börsen sowie mit 15% für private Feiern und Veranstaltungen. Diese Zahlen sollten auch für die zukünftige Nutzung berücksichtigt werden und zudem müssten natürlich auch alternative Veranstaltungsorte für diese Veranstaltungen gefunden werden, sollte die Wilhelmshöhe zukünftig dafür nicht mehr zur Verfügung stehen, so Höddinghaus. Den Zustand des Gebäudes beschreibt der Betriebsleiter, entgegen anderer Darstellungen in der Öffentlichkeit, als nicht sehr stark sanierungsbedürftig und dem Alter entsprechend. So seien, wie auch bekannt, einige Maßnahmen in Planung und bereits diverse andere Maßnahmen, wie eine neue Lüftung & Heizung, die Umstellung auf LED Beleuchtung und schwerentflammbare Vorhänge, durchgeführt worden. Die Grundsubstanz sei aber gut.

Im Anschluss erläuterte Bernd Halldorn, Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion im Rat der Stadt Menden, den Antrag der Fraktion. Die Bedeutung der Wilhelmshöhe für die Stadt sei Anlass gewesen, „die Wilhelmshöhe auch vordringlich als Thema auf die Agenda zu bringen“, so Halldorn. Da das Modell Erbpacht nur Nachteile für die Stadt bedeute und viele, auch kostenintensive, Maßnahmen anstehen würden, habe die CDU Fraktion den Auftrag an die Verwaltung gegeben, die Verhandlungen zur Übernahme der Wilhelmshöhe durch die Stadt Menden einzuleiten.

Daran anschließend rief Peter Maywald die anwesenden Bürgerinne und Bürger auf, ihre Wünsche, Ideen, Vorschläge und Veränderungsanliegen in die Diskussion miteinzubringen. Auf die Nachfrage nach dem aktuellen Defizit führte Herr Höddinghaus aus, dass das Defizit in 2018 etwa 150.000 Euro betragen hat und dies auch circa für die anderen Jahre gelte, Jahre mit Investitionen natürlich ausgenommen. Die Frage nach einer Steigerung der Einnahmen zeigte, dass dies nur bedingt durch eine höhere Auslastung zu erreichen sei. Die Wilhelmshöhe weise einen Kostendeckungsgrad von ca. 20 % auf, was in erster Linie aber auch auf die hohen Fixkosten zurückgehe. Mehr Veranstaltungen würden, z.B. aufgrund von höherem Energiebedarf auch mehr Kosten verursachen. Für eine „schwarze Null“ müssten die Preise um den Faktor 5 erhöht werden. Dies würde aber auch dazu führen, dass die meisten Mieter die Wilhelmshöhe nicht mehr nutzen könnten. Die Preise seien seit 10 Jahren fest und würden dem Konzept der Wilhelmshöhe als (Kultur-)Veranstaltungsort für alle („Kultur bezahlbar machen“) widersprechen. Zudem kenne der Betriebsleiter keine kommunale Veranstaltungsstätte, die kostendeckend arbeiten kann. Peter Maywald ergänzte, dass Kultur Geld kostet und man sich sonst von der Idee einer Kultur- und Begegnungsstätte begraben werden müsste.

Im Anschluss daran meldeten sich verschiedene (kulturtreibende) Vereine, die die Wilhelmshöhe für ihre Veranstaltungen nutzen. In diesem Zuge wurde durchweg betont, dass die Wilhelmshöhe als Veranstaltungsort nicht nur geschätzt, sondern auch über die Grenzen von Menden bekannt sei. Die Atmosphäre ist einmalig und für die Vereine immens wichtig. So sei es möglich, dass man flexibel und für verschiedene Größenordnungen Veranstaltungen durchführen könne. In Bezug auf die (Ton-) Technik äußerten die Vereinsvertreter, ebenso wie gewerbliche Nutzer der Wilhelmshöhe die Kritik, dass diese nicht mehr auf dem Stand der Zeit sei und an dieser Stelle etwas getan werden sollte.
Auf die Nachfrage aus dem Publikum, wie denn der Besitzer der Wilhelmshöhe, der Mendener Bürger-Schützen-Vereins von 1604, zu dem weiteren Vorgehen stehen würde, stelle der 1. Vorsitzende Heinz Freis heraus, dass der Verein eine langfristige Lösung suchen würde, die die Wilhelmshöhe als Kulturort in Menden erhalten würde.

„Die Atmosphäre hier auf der Wilhelmshöhe ist einmalig und wird weithin geschätzt, die „alte Dame“ ist ein Stadtbild prägendes Gebäude und ist für viele Mendener mit Erinnerungen verbunden. Die Idee des Kultur- und Begegnungszentrums für alle Bürgerinnen und Bürger wird gerne angenommen, genutzt und bietet Raum für Veranstaltungen, die sonst nicht so stattfinden könnten. Kultur kostet Geld und im heute dargestellten Rahmen sollte das für Menden möglich sein. Allerdings müsste für die zukünftige Nutzung ein durchdachtes Konzept unter Einbeziehung aller Nutzungsaspekte und Erfahrungswerte erstellt werden.“ So fasste Fabian Geiß, der Pressesprecher der CDU Ortsunion Menden, die Stimmung und Anregungen der Teilnehmer des Bürger Dialogs zusammen. Peter Maywald betone in seinem abschließenden Statement, dass die Wilhelmshöhe ein Aushängeschild und wichtig für Menden sei. Er stellte fest, dass er an diesem Abend keine Stimme gegen die Übernahme der Wilhelmshöhe vernehmen konnte. Nun müsse Konzept für die zukünftige Nutzung erstellt und die Politik nun die weiteren Schritte angehen sollte. „Die Wilhelmshöhe muss als Kulturgut, Wahrzeichen und Veranstaltungsort für Menden erhalten werden“ – mit diesen Worten schloss Maywald die Veranstaltung.



haldorn-kandidat
Dienstag, 16.07.2019

CDU-Ratsfraktion: Feste in der Innenstadt dauerhaft erhalten

WSG könnte Frühling und Herbst zukünftig ausrichten

Die CDU-Ratsfraktion bedauert die Entscheidung der Werbegemeinschaft Menden, zukünftig die Innenstadtfeste Mendener Frühling mit Mittelaltermarkt sowie Mendener Herbst nicht mehr auszurichten. Wir können die Beweggründe der Ehrenamtlichen innerhalb der Werbegemeinschaft jedoch gut nachvollziehen und haben volles Verständnis für diese Entscheidung. Der städtische Zuschuss für die Feste wurde der Werbegemeinschaft Menden für die letzten zwei Jahre gewährt, mit der Option auf Verlängerung, wenn die Feste weiterhin durch die Werbegemeinschaft organisiert werden. Da diese Voraussetzung nach der Entscheidung der Werbegemeinschaft nicht mehr vorliegt, ist der Rat verpflichtet gewesen, die Zuschussgewährung an die Werbegemeinschaft für das kommende Jahr einzustellen.

Für die Stadt Menden und die Vitalität der Innenstadt ist es existenziell wichtig, dass diese beliebten Veranstaltungen weiterhin in Menden stattfinden. CDU-Ratsmitglied Peter Maywald hat bereits in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftsförderungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft vorgeschlagen, die in den letzten beiden Jahren durch die Werbegemeinschaft Menden organisierten Innenstadtfeste zukünftig in die Hand der WSG zu legen. Letztendlich muss der Rat entscheiden, ob die WSG sich zukünftig für die Feste verantwortlich zeigen soll.

Gez. Bernd Haldorn (Vorsitzender CDU-Ratsfraktion Menden)



Politik mal anders 10.07.19 - CDU Menden
Freitag, 12.07.2019

Prof. Schmidt, Haldorn und Stern bei „Politik mal anders“

Politik mal anders im „woanders“ – die Talkrunde der CDU im Live-Klub ist anders als andere Talk-Formate. Bei der letzten Ausgabe wurde dies besonders deutlich – und das lag insbesondere an der Themenvielfalt der Talkgäste. Auf dem Podium talkten drei Mendener, die alle einst in unterschiedlichen Jahrzehnten am Walram-Gymnasium ihr Abitur bauten, sich alle auf unterschiedlichen Feldern politisch engagieren, in ihrem Beruf Akzente setzen und überzeugt zu ihrer Heimatstadt Menden stehen.

Moderator Gerhardt Schmidt stellte den interessierten Zuhörern im „woanders“ die Talkgäste vor. Die weiteste Anreise hatte Professor Dr. Helmut Schmidt, der aus dem pfälzischen Kaiserslautern anreiste. Der renommierte Zoologe, in Menden geboren, hat nach seiner Schullaufbahn in der Hönnestadt und Studium in Münster und an der University of British Columbia mehrere Forschungsaufenthalte in den USA absolviert. Seit 2002 ist er Präsident der Technischen Universität Kaiserlautern und engagierte sich als Vize-Präsident des Deutschen Hochschulverbands viele Jahre für Hochschulpolitik und die universitäre Ausbildung in Deutschland. Seiner Heimatstadt fühlt er sich nach wie vor eng verbunden, auch, weil er in seiner internationalen Karriere einst sehr von einem Stipendium des Mendener Rotary Clubs profitierte. Der Biologe mahnte die anwesenden Kommunalpolitiker im „woanders“, besonders die Vorzüge Mendens als Stadt im Wald mehr herauszustellen und sich auch für bessere Infrastruktur, insbesondere die Bahnanbindung Mendens, einzusetzen, damit Menden als Wohnort für Pendler aus den umliegenden Ballungsgebieten noch attraktiver werde.

Talkgast Nummer zwei, der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernd Haldorn, kam als Kleinkind mit seinen Eltern nach Menden. Nach dem Abitur studierte er Jura und ist seit vielen Jahren bei der Staatsanwaltschaft in Hagen tätig, inzwischen als Oberstaatsanwalt. Haldorn wünscht sich in seiner Funktion als Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion mehr Sachlichkeit in der politischen Diskussion und mehr Wertschätzung für Erreichtes und auch mehr Respekt für ehrenamtlich engagierte Kommunalpolitiker in Menden. Souverän stellte er sich im „woanders“ auch den Fragen aus dem Publikum, beispielsweise zum Gut Rödinghausen und zur Diskussion rund um den Bürgersaal-Komplex.

Der Jüngste in der Runde, Mike Stern, studierte nach dem Abitur Pharmazie in Münster. Nach erfolgreichem Studienabschluss entschloss er sich, in seine Heimatstadt Menden zurückzukehren. Hier ist er nun als Apotheker tätig und schreibt momentan noch an seiner Doktorarbeit. Seit einigen Jahren engagiert er sich politisch als Vorsitzender der Jungen Union Menden und möchte sich dafür einsetzen, dass sich künftig noch mehr junge Mendener nach Ausbildung oder Studium für Menden als Wohnort entscheiden. Als Apotheker ist es ihm eine Herzensangelegenheit, das gesundheitliche System in Menden und Umgebung durch Aktivitäten vor Ort zu stärken. Er stellte dem aufmerksamen Auditorium das Telemedizin-Projekt vor, an dem er momentan mit mehreren Mitstreitern arbeitet. Ziel sei es, einen Leuchtturm für die Regionale 2025 zu entwickeln, mit dem telemedizinische und digitale Elemente in die Gesundheitsversorgung implementiert werden.

„Die drei Talkgäste stellten ihr Wirken und Handeln vor und vertraten alle für sich individuelle Standpunkte. Ein wirklich interessanter Abend, mit vielen positiven Gedanken und Denkanstößen“, kommentiert der CDU-Pressesprecher Matthias Eggers die bereits sechste Auflage der Talkrunde im „woanders“. Die CDU wird an diesem Konzept festhalten und regelmäßig interessante Persönlichkeiten aus Menden oder mit Menden-Bezug zu politischen und gesellschaftlichen Themen zu Wort kommen lassen.